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Landschaftsschutzgebiete
Im Landkreis Osterholz gibt es zur Zeit 18 Landschaftsschutzgebiete (LSG) mit einer Gesamtfläche von 14.409 ha. Dies entspricht 22,09 % der Kreisgebietsfläche.
Die LSG wurden ausgewiesen,
- um die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts oder die Nutzbarkeit der Naturgüter zu erhalten,
- weil das Landschaftsbild vielfältig, eigenartig oder schön oder
- das Gebiet wichtig für die Erholung ist.
Die LSG wurden durch Verordnung des Landkreises Osterholz ausgewiesen. In einem LSG sind bestimmte Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen. Näheres regelt pro Gebiet die jeweilige Schutzgebietsverordnung (VO).
OHZ 2 - Klosterholz
Laubwald in der Ortslage Osterholz mit altem Baumbestand und überwiegend standortgerechten Waldgesellschaften
Fläche: 26,5 ha
OHZ 4 - Bremer Schweiz
Durch Grundmoränenrücken und eingeschnittene Bachtälchen gegliederte Hügellandschaft mit hohem Anteil an naturnahen Laubwäldern sowie an Grünland auf teilweise basenreichen Lehm- und Tonböden, reich an Wallhecken und anderen Gehölzstrukturen; charakteristische, naturnahe Landschaftsbestandteile sind Eichen-Hainbuchen- und Erlen-Eschenwälder, mesophile und bodensaure Buchenwälder, Feuchtwiesen und -brachen sowie naturnahe Stillgewässer
Fläche: 2.412 ha
OHZ 5 - Schmidts Kiefern und Heidhof
Durch teilweise vermoorte Niederungen und sandige Kuppen geprägte, vielgestaltige Geestlandschaft südöstlich von Meyenburg mit östl. anschließendem ausgedehntem und von Nadelholzkulturen geprägtem Forstbereich; im östlichen Teil (Elm) auch Laubwaldbestand.
Fläche: 2.309 ha
OHZ 7 - Truper Blänken
Grünlandgeprägtes Niederungsgebiet zwischen den Siedlungsbereichen Lilienthals und dem NSG Truper Blänken sowie südwestlich von Frankenburg, im Nordosten ist die Grünlandniederung längs der Alten Wörpe sowie die flache, ackerbaulich genutzte Erhebung des Wolfsbergs einbezogen; die Grünlandzungen zwischen den Siedlungsteilen Truperdeich, Trupe und Feldhausen sind durch Gehölzbestände reich gegliedert.
Fläche: 524 ha
OHZ 8 - Butendieker Gehölz
In diesem LSG zusammengefasst wurden zwei bodensaure, naturnahe Buchenwälder in der Ortslage Lilienthals sowie die alten Friedhöfe von Trupe (Ortsteil von Lilienthal) und von Neuenkirchen (Ortsteil der Gemeinde Schwanewede).
Fläche: 20 ha
OHZ 9 - Giehler Bach
Ausgedehnte, weithin offene Grünlandniederung beidseits des Giehler Bachs; südlich schließen nadelholzdominierte Waldbereiche an; als naturnahe Landschaftsbestandteile sind kleinflächig nichtkultivierte Hochmoorreste, Sandheiderelikte, ehemalige Bachverläufe und Gräben mit wertvoller Vegetation, Feuchtgrünland sowie eine Sandabbaustelle mit wertvoller Pioniervegetation enthalten; im Südteil befindet sich ein gut ausgeprägtes Hügelgräberfeld; in dem Gebiet ist das NSG "Heilsmoor und Springmoor" eingeschlossen.
Fläche: 1.198 ha
OHZ 10 - Findorffschanze
Überwiegend landwirtschaftlich genutzter, stark reliefierter Geestrandbereich bei Wallhöfen, durch Hecken, kleine Wäldchen und weitere Gehölzstrukturen gegliedert, mit weiten Ausblickmöglichkeiten über das Teufelsmoor; einbezogen ist eine Sandabgrabung mit nährstoffarmen Tümpeln und Magerbiotopen.
Fläche: 138 ha
OHZ 12 - Heimelberg
Flachwellige, reich durch kleine Wäldchen, Wallhecken und andere Gehölzstrukturen gegliederte Geestlandschaft längs des Oberlaufes des Giehler Baches und in der Umgebung des Heimelbergs; integriert sind teilweise nährstoffarme Feuchtlebensräume am Giehler Bach, naturnahe Kleingewässer und ein gut ausgeprägtes Hügelgräberfeld.
Fläche: 770 ha
OHZ 13 - Worpswede
Unverbaute, überwiegend landwirtschaftlich genutzte Freiflächen am Rand der Hammeniederung, um Worpswede und auf dem Weyerberg, die als höchste Erhebung des Landkreises hervorragende Bedeutung für das Landschaftsbild des Teufelsmoors hat; in der Ortslage und randlich von Worpswede teilweise starke Gliederung durch Gehölze und kleine Waldbestände; randlich einbezogen sind die landschaftsgebundenen Siedlungen von Weyerdeelen, Weyermoor und Wörpedahl; als naturnahe Landschaftselemente finden sich auf dem Weyerberg Buchen-, Birken- und Eichen-Birkenwäldchen, teilverbuschte, stark entwässerte Hochmoorreste, kleinflächig Feuchtgrünland und -brachen sowie Sandtrockenrasen und Heidereste auf der Bergkuppe.
Fläche: 1.393 ha
OHZ 14 - Hügelgräberfeld bei Axstedt
Gut ausgeprägtes Hügelgräberfeld innerhalb eines westlich Axstedt gelegenen Nadelwaldes.
Fläche: 2 ha
OHZ 15 - Sterbrucher Moor
Teil eines weiträumig offenen Grünland-Grabenareals mit angrenzendem überwiegend nichtkultiviertem Niedermoor am Geestrand mit Bruchwaldvegetation, Feuchtgebüschen und Seggenriedern; einziges größerflächiges Geestrandmoor in der Aschwardener Marsch.
Fläche: 82 ha
OHZ 16 - Oberlauf des Scharmbecker Baches
In die Geestlandschaft eingeschnittene, überwiegend extensiv als Feuchtgrünland genutzte, durch Gehölze gegliederte Niederung des Scharmbecker Bachs.
Fläche: 21,3 ha
OHZ 17 - Bredbeck
Reichstrukturierter Geesthangbereich mit bewegtem Relief, der durch das Tal des Bredbecker Mühlenbachs geprägt wird; das Gebiet zeichnet sich durch naturnahe Feuchtlebensräume (Feucht- und -Quellwälder durch Erlen und Eschen geprägt, Feuchtgrünland und Röhrichte, naturnahe Teiche) aus.
Fläche: 148,5 ha
OHZ 18 - Hammeniederung
Weiträumig offener und von einem engmaschigen Grabennetz durchzogener Grünlandkomplex im Niederungsbereich der Hamme; in den nordöstlichen und südwestlichen Randbereichen dominieren teilweise Ackerflächen. Landwirtschaftlich nicht genutzte Bereiche, wie Röhrichte, Feuchtbrachen und Feuchtgebüsche nehmen nur kleine Gebietsteile ein. In den Randlagen zur Osterholzer Geest werden die landwirtschaftlichen Flächen durch Hecken, Gehölzbestände und kleinere Wälder gegliedert. Hohe Grundwasserstände sowie Hochmoor- und Niedermoorböden sind vorherrschend. Großräumige, periodische Überschwemmungen. Lebensraum für bestandsgefährdete, feuchtgebietstypische Pflanzen- und Tierarten. Das LSG ist Bestandteil der Sammelverordnung über Natur- und Landschaftsschutzgebiete im Bereich „Hammeniederung“ und „Teufelsmoor“.
Fläche: 3.344 ha
OHZ 19 - Teufelsmoor
Das LSG wird ganz überwiegend durch Grünland geprägt, das teilweise durch Gehölzbestände reich strukturiert ist. Landwirtschaftlich nicht genutzte Bereiche, wie Röhrichte, Feuchtbrachen und Feuchtgebüsche und meist mit Birken bestandene Hochmoorstadien nehmen vergleichsweise kleine Gebietsteile ein. Das LSG ist Bestandteil der Sammelverordnung über Natur- und Landschaftsschutzgebiete im Bereich „Hammeniederung“ und „Teufelsmoor“.
Fläche: 1.071 ha
OHZ 20 - Beekniederung
weiträumig offener, von Gräben durchzogener Grünlandkomplex im Niederungsbereich der Beek mit hohen Grundwasserständen und flächendeckend vorkommenden Hoch- und Niedermoorböden. Das LSG ist Bestandteil der Sammelverordnung über Natur- und Landschaftsschutzgebiete im Bereich „Hammeniederung“ und „Teufelsmoor“.
Fläche: 46 ha
Tideweser vor Nordenham und Brake
Das LSG liegt in den Landkreisen Wesermarsch und Osterholz und umfasst kleinere Teile der Unterweser. Trotz des Ausbaues und der intensiven Nutzung als Seeschifffahrtsstraße hat das LSG eine naturschutzfachliche Bedeutung als gezeitenbeeinflusster Lebensraum z.B. für Fische, Neunaugen und die Teichfledermaus.
Im Landkreis Osterholz umfasst das LSG eine reine Wasserfläche zwischen der Weserinsel Harriersand und der Stadt Brake.
Fläche: 358 ha, davon 51 ha im Landkreis Osterholz
OHZ 21 - Unterwesermarsch
Die Beschreibung finden Sie unter dem Reiter Unterwesermarsch.