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Bodenabbau
Der Abbau von Kies, Sand, Ton und Torf dient der Versorgung der Wirtschaft mit Rohstoffen, stellt aber zugleich einen erheblichen, meist großflächigen Eingriff in Natur und Landschaft dar. Die Wiederherrichtung bzw. Rekultivierung der Flächen nach erfolgtem Abbau für den Naturschutz, aber auch für die Land- und Forstwirtschaft ist daher von hoher Bedeutung.
Aus diesen Gründen sind in Niedersachsen sowie in vielen anderen Bundesländern die Naturschutzbehörden für die Genehmigung von Bodenabbau-Vorhaben zuständig (§§ 8 bis 13 Niedersächsisches Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz). Beim Landkreis Osterholz wird diese Aufgabe vom Planungs- und Naturschutzamt übernommen. Wenn der Abbau so tief erfolgen soll, dass dabei das Grundwasser freigelegt wird, ist jedoch ein sog. "wasserrechtliches Planfeststellungsverfahren" erforderlich und das Umweltamt des Landkreises ist zuständig.
Häufig werden die Abbaustätten im Zuge der Herrichtung wiederverfüllt. Dazu werden oft Fremdböden verwendet, die bei Baumaßnahmen an anderen Orten ausgekoffert werden. Für die Verwendung dieser Böden, vor allem für ihren Schad- und Fremdstoffgehalt, bestehen sehr strenge Richtlinien und Auflagen, die vom Landkreis als Unterer Naturschutzbehörde und Unterer Bodenschutzbehörde überwacht werden.
Im Landkreis Osterholz sind in den letzten 40 Jahren über 150 Bodenabbau-Vorhaben genehmigt worden. Aktuell sind 15 Abbaustätten in Betrieb. Das Genehmigungsverfahren sowie die Überwachung und Endabnahme der Abbaustätten erfordern einen hohen Arbeitsaufwand.
Im Landkreis Osterholz befinden sich vor allem umfangreiche Sandlagerstätten in den Geestbereichen. Bereiche mit besonders guten Sandqualitäten in großer Mächtigkeit liegen z.B. in Eggestedt, Garlstedt, Hülseberg, Sandhausen/Freißenbüttel, Vollersode und Wallhöfen. Hier konzentrieren sich die Abbaustätten verschiedener Unternehmer, die ihren Sand vor allem an die umfangreiche Bauwirtschaft im Bremer Raum liefern.
Bisher spielte der industrielle Torfabbau im Günnemoor eine große Rolle. Der dortige, sehr großflächige Abbau der Fa. TURBA über viele Jahrzehnte ist jedoch beendet. Ein Großteil der Flächen ist wiedervernässt, damit hier neue Torfmoose wachsen können und sich langfristig wieder Moor entwickeln kann.