In Ritterhude ist die Landesstraße 151 wegen des Neubaus der Schlossbrücke gesperrt, und aufgrund einer Fahrbahnabsackung musste auch die Riesstraße kurzfristig gesperrt werden. Die Verkehrssituation in Ritterhude war bereits mehr als angespannt, und durch die gleichzeitige Sperrung der Autobahn-Anschlussstelle kommt der Verkehr nun insbesondere in den Nachmittagsstunden in und rund um Ritterhude komplett zum Erliegen. „Die Situation ist für die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr akzeptabel. Hätte die Autobahn GmbH ihre Planung rechtzeitig abgestimmt, wären wir jetzt nicht in dieser Situation“, äußert Jürgen Kuck, Bürgermeister der Gemeinde Ritterhude. „Die Menschen weichen auch über die Anschlussstelle Schwanewede aus, die dortige Ausweichroute kann den zusätzlichen Verkehr allerdings nicht kompensieren. Die Problematik wird durch nicht ausreichend angepasste Ampelschaltungen noch verstärkt. Zudem ist eine Landesstraße aufgrund einer anderen Baustelle nur einspurig befahrbar. Das Ergebnis: Stau!“, ergänzt Christina Jantz-Herrmann, Bürgermeisterin der Gemeinde Schwanewede.
Üblich war es in der Vergangenheit, dass Sperrungen der Autobahn mit dem Landkreis Osterholz als Unterer Straßenverkehrsbehörde rechtzeitig abgestimmt werden, damit zeitgleiche Baustellen vermieden werden. Diese Abstimmung hat vor der Sperrung der Autobahn-Abfahrten nicht stattgefunden. Dem Landkreis Osterholz ist es ein Anliegen, dass dieser Dialog zukünftig wieder stattfindet. „Straßen müssen saniert werden. Aber die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass die Maßnahmen der unterschiedlichen Bauherren Autobahn GmbH, Land Niedersachsen, Landkreis Osterholz sowie Stadt und Gemeinden vernünftig koordiniert werden.“, so Landrat Bernd Lütjen. „Daher werde ich den Direktor der zuständigen Autobahn-GmbH-Niederlassung Nordwest, Cord Lüesse, in den Landkreis Osterholz einladen und besprechen, wie wir zukünftig solche Bauarbeiten vernünftig koordiniert bekommen.“