© IHK StadeUm diese Herausforderungen auch regional anzugehen, hat das Niedersächsische Wirtschaftsministerium die Anerkennung der acht Regionalen Fachkräftebündnisse, u. a. Fachkräftebündnis Elbe-Weser, ab 01.09.2021 um weitere drei Jahre im Rahmen der landesweiten „Fachkräfteinitiative Niedersachsen" verlängert. Die Bündnisse setzen regionale Strate-gien um und bringen passgenaue Fachkräfteprojekte auf den Weg.
„Mit der Verlängerung der Fachkräftebündnisse wird die erfolgreiche Zusammenarbeit des Landes mit regionalen Akteuren, die den Arbeitsmarkt genauestens kennen, fortgesetzt. So wird in den nächsten Jahren eine Vielzahl an Fachkräfteprojekten gefördert, die auf den Bedarf vor Ort zugeschnitten sind. Auch die Transformation soll dabei aktiv mitgestaltet werden. Wir müssen die Menschen mitnehmen", sagt Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann.
Mit den Anerkennungen erhalten die Regionalen Fachkräftebündnisse für die nächsten drei Jahre eigene Planungsbudgets in Höhe von rund 14 Millionen Euro aus ESF+-Mitteln 2021-2027 – das Fachkräftebündnis Elbe-Weser erhält ca. 2 Millionen Euro. Die Mittel stehen voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2022 - nach Aufstellung des Niedersächsischen Multifondsprogramms und des Förderprogramms „Unterstützung Regionaler Fachkräftebündnisse" - zu Verfügung. Projekte können bereits jetzt geplant werden.
Potentielle Projektträger können sich mit ihren Fachkräfteprojektideen an die Netzwerkkoordination des Fachkräftebündnis Elbe-Weser wenden. Das sog. Fachkräftebüro für die fünf Landkreise im Elbe-Weser-Raum (Cuxhaven, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Stade und Ver-den) ist bei der Wirtschaftsförderung Landkreis Stade GmbH angesiedelt und unterstützt bei der Projektentwicklung sowie -umsetzung.
Kontaktdaten des Fachkräftebüros:
Laura Knaak, Tel. 04141 8006-13, E-Mail knaak@wf-stade.de
Hintergrund:
In den acht Fachkräftebündnissen (SüdOstNiedersachsen, Südniedersachsen, Leine-Weser, Nordwest, JadeBay, Ems-Achse, Nordostniedersachsen und Elbe-Weser) sind die regionalen Arbeitsmarktakteure organisiert, darunter finden sich die Landkreise und kreisfreien Städte, Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern, Arbeitgeberorganisationen und Gewerkschaften sowie die Agenturen für Arbeit und/oder Jobcenter. Ganz Niedersachsen wird so abgedeckt.
Die Fachkräftebündnisse wurden erstmals im August 2015 anerkannt und haben seitdem über 160 Fachkräfteprojekte mit auf den Weg gebracht. Die regionalen Förderprojekte haben eine große Bandbreite an Schwerpunkten: Von der Entwicklung neuartiger Weiterbildungsmaßnahmen in der Transformation über Welcome-Center zur Betreuung internationaler Fachkräfte bis hin zu branchenbezogenen Fachkräftenetzwerken, zum Beispiel in der Pflege.
Die Verlängerung der Anerkennung erfolgt auch, um die ESF-Förderperiode 2014-2020 und alle noch laufenden Fachkräfteprojekte erfolgreich abzuschließen. Insbesondere bereitet sie aber den Weg, um in der ESF-Förderperiode 2021-2027 neue Akzente zur Fachkräftesicherung setzen zu können.
Weitere Informationen zu den Regionalen Fachkräftebündnissen, Förderschwerpunkten und alle Ansprechpartner finden sich unter dem nebenstehenden Link.