Allein im Bereich der renaturierten Torfabbauflächen im Günnemoor wurden viele hundert verendete Tiere festgestellt. Daraufhin waren von Donnerstag, den 6. November 2025 bis Samstag, den 8. November 2025 täglich bis zu 80 Helferinnen und Helfer im Einsatz, um die toten Vögel fachgerecht zu bergen und der Entsorgung zuzuführen. Durch diese Aktion konnten etwa 700 tote Vögel aus dem Günnemoor geborgen werden. An die Logistik dieses Projektes waren besondere Anforderungen gerade auch im Hinblick auf die notwendigen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen gestellt.
Die Bergungsarbeiten wurden so durchgeführt, dass eine Störung der Kraniche, die das Günnemoor als Schlafplatz nutzen, bestmöglich vermieden wurde.
Landrat Bernd Lütjen dankt allen Beteiligten ausdrücklich für ihr herausragendes Engagement:
„Die Sammelaktion im Günnemoor konnte dank der tatkräftigen Mithilfe und der hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten erfolgreich abgeschlossen werden. Mein Dank gilt allen Einsatzkräften, den freiwilligen Helferinnen und Helfern sowie meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die alle zusammen in kurzer Zeit einen wesentlichen Beitrag zur Eindämmung der Geflügelpest im Landkreis Osterholz geleistet haben.“
An der Aktion beteiligt waren das Technische Hilfswerk (THW), die DLRG, die Drohnengruppe der Kreisfeuerwehr sowie Angehörige mehrerer Ortsfeuerwehren aus dem Stadtgebiet und aus der Gemeinde Schwanewede sowie Fachfirmen, die zunächst die Zugänglichkeit des Geländes herstellten.
Diese Einheiten unterstützten die Bergungsaktion nicht nur personell, sondern auch umfangreich mit Fahrzeugen und logistischer Ausstattung. Unter anderem kamen beispielsweise ein geländegängiges Quad der Ortsfeuerwehr Teufelsmoor sowie Boote des THW und aus den Feuerwehren Scharmbeckstotel und Neuenkirchen zum Einsatz. Die DLRG stellte unter anderem Drohnen für hochauflösende Luftbilder und zum Transport von geborgenen Tieren.
Unterstützt wurden sie von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung, die in der Fläche als Bergungsteams unterwegs waren und zudem den Einsatz der einzelnen Teams koordinierten.
Alle beteiligten Kräfte arbeiteten Hand in Hand, um die umfangreichen Sammelarbeiten im schwierigen Gelände des Moores sicher und effizient durchzuführen. Die gute Kooperation zwischen den verschiedenen Organisationen und die hohe Einsatzbereitschaft aller Beteiligten ist besonders hervorzuheben.
Der Landkreis Osterholz bedankt sich herzlich bei allen Einsatzkräften und freiwilligen Helferinnen und Helfern für ihren wichtigen Beitrag zur Gefahrenabwehr und zum Schutz der Tiergesundheit.