Maksym Dyrdin und Yevhen Dyrdin sind auf Initiative von Hambergens Samtgemeindebürgermeister Gerd Brauns nach Deutschland gereist. Maksym Dyrdin stammt aus der Region „Oblast Mykolajiw“ und ist Abgeordneter des ukrainischen Parlaments „Werchowna Rada“.
Der Runde der Hauptverwaltungsbeamtinnen und Hauptverwaltungsbeamten im Landkreis Osterholz berichtete Maksym Dyrdin bei seinem Besuch eindrucksvoll von der Anfangszeit des Angriffskrieges Russlands sowie der aktuellen Situation im Alltag in der Ukraine. So sei es durchaus nicht unüblich, dass in Restaurants und Geschäften zum Teil Glasscheiben entfernt wurden, um ein Splittern bei einer Explosion zu verhindern.
Darüber hinaus äußerte sich Maksym Dyrdin dankbar für die vielen Spenden aus dem Landkreis Osterholz. Er betonte, dass jede noch so kleine Spende eine große Hilfe für die Menschen in der Ukraine ist. Aus Ritterhude, Grasberg und Hambergen wurden zudem ausrangierte Fahrzeuge gespendet. Mit einem dieser Fahrzeuge werde Material an die Front geliefert, um die dortigen Soldaten zu versorgen.
Maksym Dyrdin hob auch noch einmal seine große Dankbarkeit für die Möglichkeit der Unterbringung von geflüchteten Menschen hervor. Rund 1.400 Menschen aus der Ukraine sind zurzeit im Landkreis Osterholz untergebracht. Landrat Lütjen lobte in diesem Zusammenhang das große Engagement der kreisangehörigen Kommunen bei der Unterbringung der Geflüchteten und betonte, dass die Menschen glücklicherweise bisher nicht in Turnhallen untergebracht seien.
Landrat Bernd Lütjen äußerte stellvertretend für alle Hauptverwaltungsbeamtinnen und Hauptverwaltungsbeamten im Landkreis Osterholz: „Nach zwei Jahren sind wir noch immer fassungslos über den grausamen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Der Wille um Hilfe und Unterstützung für die Menschen in der Ukraine ist bei uns ungebrochen sehr groß. Wir danken Maksym Dyrdin und Yevhen Dyrdin für ihren Besuch und die Einblicke in die aktuellen Lebensumstände der Menschen in der Ukraine. Wir wünschen allen Menschen in der Ukraine alles Gute, viel Kraft und Zuversicht. Vor allem hoffen wir auf ein baldiges Ende des Krieges.“