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Kfz-Kennzeichen: Ausfuhrkennzeichen

Allgemeine Informationen

Wenn Sie ein Fahrzeug ins Ausland überführen wollen, benötigen Sie ein Ausfuhrfuhrkennzeichen.

Vor Zuteilung von Ausfuhrkennzeichen ist das Fahrzeug durch die Zulassungsbehörde zu identifizieren. D.h. das Fahrzeug muss zwingend bei der Zulassungsbehörde vorgeführt werden.

Aus dem Kraftfahrzeugsteuergesetz geht hervor, dass ab dem 01.10.2010 auch die Zuteilung von Ausfuhrkennzeichen von einer Einzugsermächtigung für die Kraftfahrzeugsteuer abhängig ist.

Kann mangels geeigneter (inländischer) Bankverbindung und mangels Ermächtigung eines zahlungswilligen Dritten keine Einzugsermächtigung (für ein inländisches Konto) erteilt werden, ist eine schriftliche Kraftfahrzeugsteuer-Erklärung zu fertigen. Diese Erklärung ist vom Steuerpflichtigen (= Fahrzeughalter) anhand der Fahrzeugpapiere auszufüllen und zu unterschreiben und anschließend vor Zulassung über die Zulassungsstelle an das Finanzamt zu senden.

Erst nach erfolgter Zahlung der Kfz-Steuer kann eine Zulassung erfolgen. Dazu müssen der Bareinzahlungsbeleg bzw. der Überweisungsbeleg sowie der Kraftfahrzeugsteuerbescheid zusätzlich vorgelegt werden.

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • gültiger Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung (nicht älter als 6 Monate) des Fahrzeug-Halters
  • bei Zulassung auf Firmen: Auszug aus dem Handelsregister oder Gewerbeanmeldung
  • ggf. Vollmacht und Einverständniserklärung (siehe unten stehendes pdf-Muster), falls Sie die Zulassung nicht persönlich beantragen. Wichtig: Der Ausweis der bevollmächtigten Person ist zusätzlich erforderlich.
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Versicherungsbestätigung für Ausfuhrfahrzeuge
  • Prüfbericht über die letzte (noch gültige) Hauptuntersuchung

bei zugelassenen Fahrzeugen zusätzlich

  • Kfz-Kennzeichenschilder
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)

bei vorübergehend stillgelegten Fahrzeugen zusätzlich

  • Abmeldebestätigung (wenn bis 30. September 2005 stillgelegt)
  • Fahrzeugschein oder die Zulassungsbescheinigung Teil I mit dem Vermerk der Außerbetriebsetzung
Welche Gebühren fallen an?
  • i.d.R. 34,60€
  • ggf. zuzüglich weiterer Gebühren für die Ausstellung eines internationalen Zulassungsscheines
  • ggf. zuzüglich weiterer Gebühren für die Ausstellung einer Zulassungsbescheinigung Teil II
Welche Fristen muss ich beachten?

Es müssen ggf. Fristen beachtet werden. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.

Rechtsgrundlage
  • § 19 FZV
Anträge / Formulare

Soweit ein Antragsformular notwendig ist, kann es vorab bei der zuständigen Stelle besorgt und zu Hause ausgefüllt werden. Je nach Angebot der zuständigen Stelle kann der Antrag auch als Online-Dienst über das Internet gestellt werden.

Was sollte ich sonst noch wissen?

Die benötigten Kennzeichenschilder können nach der Antragstellung hergestellt werden. Damit kann ein privater Anbieter beauftragt werden, der in der Nähe der zuständigen Stelle angesiedelt ist. Die Kosten für die Schilder sind in den Gebühren nicht enthalten.

Aufgrund einer Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes besteht seit dem 01. Juli 2010 eine Steuerpflicht auf Ausfuhrkennzeichen.

  • die Kosten bei den Schilderherstellern belaufen sich derzeit auf ca. 26 bis 30 € für einen Satz von 2 Pkw-Kennzeichen.
  • Fahrzeuge dürfen nicht zugelassen werden, wenn für den Fahrzeughalter Kfz-Steuerrückstände von mehr als 10 € bestehen. Unstimmigkeiten müssen in diesem Fall ausschließlich mit dem Hauptzollamt geklärt werden.
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