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Elektronischer Aufenthaltstitel (eAT)

Allgemeine Informationen

eAT Vorderseite © Landkreis OsterholzAb dem 1. September 2011 wird bundesweit der elektronische Aufenthaltstitel (eAT) eingeführt und löst nach und nach die Klebeetiketten, die bisher in die Ausweisdokumente geklebt wurden, ab. Die Aufenthaltstitel werden ab diesem Tag als gesondertes Dokument im Kreditkartenformat mit elektronischen Zusatzfunktionen erteilt und ausgehändigt. Ein Umtausch zum Stichtag ist jedoch nicht notwendig. Die bisherigen Dokumente bleiben bis zum regulären Ablauf (max. 30.04.2021) gültig.
Am rechtlichen Status des/der Betroffenen wird sich nichts ändern.

Im Karteninneren besitzt der eAT einen kontaktlosen Chip, auf dem biometrische Merkmale (Merkmale: Lichtbild und nach Vollendung des 6. Lebensjahres zwei Fingerabdrücke), Nebenbestimmungen im Zusammenhang mit dem Aufenthaltstitel (z.B. zur Erwerbstätigkeit) und persönliche Daten gespeichert sind. Zusätzlich erhält der Chip einen elektronischen Identitätsnachweis und die Möglichkeit, eine elektronische Signatur zu nutzen.

Folgende Aufenthaltstitel werden im Format des eAT ausgestellt: 

  •     Aufenthaltserlaubnis
  •     Niederlassungserlaubnis
  •     Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG
  •     Aufenthaltskarte für drittstaatsangehörige Familienangehörige eines Unionsbürgers oder eines Staatsangehörigen eines EWR-Staats
  •     Daueraufenthaltskarte für drittstaatsangehörige Familienangehörige eines Unionsbürgers oder eines Staatsangehörigen eines EWR-Staats
  •     Aufenthaltserlaubnis für Schweizer und ihre drittstaatsangehörigen Familienangehörigen, wenn sich diese für einen eAT entscheiden

Bei einer Duldung handelt es sich nicht um einen Aufenthaltstitel. Daher ist eine Duldung nicht von der Umstellung des elektronischen Aufenthaltstitels betroffen.

Die Einführung des eAT hat Auswirkungen auf die gesamten Abläufe in der Ausländerbehörde. Zwischen Beantragung und Aushändigung des eAT ist mit einer Wartezeit von sechs Wochen zu rechnen, da der elektronische Aufenthaltstitel (wie auch der deutsche Personalausweis oder der Führerschein) ausschließlich bei der Bundesdruckerei in Berlin hergestellt wird.

Wegen der erforderlichen Speicherung der biometrischen Daten auf dem Chip im Karteninneren müssen künftig von antragstellenden Personen (auch von Kindern und Jugendlichen ab 6 Jahren) zwei Fingerabdrücke genommen werden. Daher ist bei der Beantragung in allen Fällen - auch bei bestehenden Bevollmächtigungen - eine persönliche Vorsprache nötig.

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • Reisepass und weitere Unterlagen - je nachdem, welche Verfahren vorausgegangen sind

Da der Einzelfall entscheidend ist, sollten die erforderlichen Unterlagen vorher bei der zuständigen Stelleangefragt werden.

Welche Gebühren fallen an?
  • Gebühr:110,00 EUR
    Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis von mehr als einem Jahr
  • Gebühr:100,00 EUR
    Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis bis zu einem Jahr
  • Gebühr:135,00 EUR - 250,00 EUR
    Niederlassungserlaubnis
  • Gebühr:65,00 EUR - 80,00 EUR
    Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis
Welche Fristen muss ich beachten?

Der eAT wird - wie auch der Personalausweis oder der Führerschein - bei der Bundesdruckerei in Berlin hergestellt. Nach Aufnahme des Antrages, Entgegennahme aller notwendigen Unterlagen, Erfassung von Fingerabdrücken und Unterschrift des Antragstellers erfolgt die elektronische Übermittlung an die Bundesdruckerei. Sobald der eAT in der Ausländerbehörde wieder vorliegt, wird der Antragsteller hierüber informiert und gebeten, sein neues Dokument abzuholen. Es ist mit einer Verfahrensdauer von etwa 4 bis 6 Wochen zu rechnen.

Beantragen sie, aufgrund der Verfahrensdauer, die Verlängerung der Gültigkeit Ihres Aufenthaltstitels mindestens 2 Monate vor Ablauf Ihres bisherigen Aufenthaltstitels.

Die maximale Gültigkeitsdauer liegt bei 10 Jahren für unbefristete Aufenthaltstitel. Sie ist allerdings an die Passgültigkeit gebunden. Bei befristeten Aufenthaltstiteln wird das Gültigkeitsdatum des Titels genutzt.

Was sollte ich sonst noch wissen?

Der neue eAT stellt zudem elektronische Funktionen bereit. So ist das Dokument mit einem Computerchip versehen, auf dem die vorgenannten Daten gespeichert sind. In Kombination mit einer persönlichen Geheimnummer kann der mit einer Signaturfunktion ausgestattete eAT auch online zur Identifikation (bspw. für Einkäufe im Internet) genutzt werden.

Nähere Informationen zum elektronischen Aufenthaltstitel in verschiedenen Sprachen erhalten Sie über die Internetseite des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

Bemerkungen

Die persönliche Vorsprache ist bei Antragstellung und Abholung in jedem Fall notwendig.

Aufgrund der Einführung des neuen eAT ist mit einem höheren Arbeitsaufwand der Mitarbeiter und erhöhtem Beratungsbedarf der Kunden zu rechnen. Um dem gerecht zu werden, ist in allen ausländerrechtlichen Angelegenheiten vorab ein Termin zu vereinbaren.

Zur Terminabsprache wenden Sie sich bitte telefonisch an die Mitarbeiter der Ausländerbehörde.

Bei Vorsprache ohne vorherige Terminvereinbarung kann es zukünftig zu längeren Wartezeiten kommen.

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